Methoden

Krisenmanagement

Krisenkomplexität

Komplex bedeutet in diesem Zusammenhang:

  • Vernetztheit: alles hängt aneinander, und das auch noch auf verschiedene Art und Weise. Das bedeutet, daß Eingriffe in vernetzte Systeme nicht nur auf Variablen wirken, die man beeinflussen will, sondern auch auf andere. Man spricht von Neben-, Rück- und Fernwirkung bei der Realisierung von Maßnahmen.
  • Eigendynamik: Das System verändert seinen Zustand auch ohne Einwirkung von außen (Polymerisation). Man kann also nicht beliebig lange abwarten und in Ruhe nachdenken. Es ist wichtig, nicht nur den momentanen Zustand zu kennen, sondern man muß auch die Entwicklungstendenzen erfassen und berücksichtigen.
  • Intransparenz (Undurchschaubarkeit): Die Zustände eines Systems sind nicht vollständig zu erfassen, man muß auf Indikatoren zurückgreifen. Besonders problematisch ist dies, wenn die kritischen Variablen, die das System entscheiden, nicht erkennbar sind.
  • Totzeiten, Zeitverzögerung: Die Wirkung der Maßnahmen lassen sich erst lange nach dem Eingriff erkennen, und oft weiß man nicht, wie lange danach. Puffervariablen täuschen zum Teil einen stabilen Zustand vor, der bei ihrem Zusammenfall plötzlich eskaliert.
  • Irreversibilität: Die Wirkung einer Maßnahme ist unumkehrbar.

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